Bevor auf Feldern und Wiesend die industrielle Landwirtschaft einzug gehalten hat, also noch bis in die frühen 60er Jahre, waren unsere Getreidefelder bunt. Was dem Landwirt ein Ärgernis ist, erfreut die Insektenwelt: Acker-Rittersporn, Klatschmohn, Kornrade und Kornblume. Diese Wildkräuter waren jahrtausendelang Bestandteil landwirtschaftlicher Praxis und dem Imker waren sie wichtige Trachtpflanzen während des Sommers. In einigen Regionen stellte die Kornblume die hauptsächliche Trachtpflanze der ansässigen Imker dar. Heute sind diese Pflanzen aus unseren intensiv bewirtschafteten Landschaften weitestgehend verschwunden. Die Kornblume ist ein Kulturfolger des Menschen und wächst und gedeiht vorzugsweise auf biologisch bewirtschafteten Getreidefeldern.
Wanderung und Ernte von Kornblumenhonig
Am Standort unserer Bienenvölker, erscheinen die Getreidefelder in einen Kornblumen-blauen und Klatschmohn-roten Schleier gehüllt. Ein seltener und wundervoller Anblick! Unsere Bienen tragen hier den charakteristisch schwarzen Pollen des Klatschmohns und den strahlend gelben Nektar der Kornblume ein. Nach etwa vierwöchiger Standzeit in einem Meer aus blauen und roten Blüten, sammeln unsere Bienen, bei ausreichenden Niederschlägen, bis Ende Juni den Kornblumenhonig auf Bio-Getreideäckern in Thüringen.
Wie schmeckt Kornblumenhonig?
Kornblumenhonig hat einen blumig-würzigen, leicht säuerlichen Geschmack. Damit gehört Kornblumenhonig zu den kräftigeren Sorten, wie z.B. Heidehonig. Kornblumenhonig hat eine kräftig gelbe Farbe. Dieser Honig ist schonend cremig gerührt.