Feldbefreier hinter Gittern

Berufsimker Michael Grolm ist der erste Feldbefreier, der für seine Aktionen ins Gefängnis geht. 200 GentechnikgegnerInnen, zahlreiche Imker und zehn Traktoren begleiten ihn zu seinem Haftantritt in Weimar.

Zusammen mit zahlreichen AktivistInnen von Gendreck-Weg! organisiert Michael Grolm öffentlich angekündigte Feldbefreiungen. Ziel ihrer Aktionen ist es, genveränderte Pflanzen unschädlich zu machen. Der Widerstand trägt entscheidend dazu bei, dass ein Verbot des kommerziell angebauten Genmais Mon 810 im April 2009 erlassen wird.

Trotz des Anbauverbots, wird Michael Grolm vom Landgericht Frankfurt/Oder zu einer Geldzahlung von 1.000 Euro verurteilt. Der Imker weigert sich jedoch, das Strafgeld zu zahlen und kündigt an, stattdessen ins Gefängnis zu gehen, um seine Entschlossenheit gegen die Agrogentechnik deutlich zu machen.

Das Gericht verlangt jedoch einen Offenbarungseid, bevor die Ordnungshaft in Anspruch genommen werden kann. Den will Grolm nicht ablegen und muss nun in Erzwingungshaft.